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Ehndorf im Internet

Die Gemeinde Ehndorf liegt 5 km westlich von Neumünster in Schleswig-Holstein in günstiger Verkehrslage (A 7, B 243, BB Hamburg-Kiel/Flensburg).

Wie das Wappen symbolhaft andeutet, sind Acker, Grünland, Wald und Flüsse sowie alte Eichenbestände prägende Elemente des Ortes; hinzu kommen noch 8 Hügelgräber aus der frühen Bronzezeit. Ehndorf ist eine sächsisch-holsteinische Kolonialgründung gegen die seinerzeit in Ostholstein ansässigen Slawenstämme, wie der Ortsname (Enos Dorf) ausweist. Vermutlich haben sich vor etwa 1000 Jahren an der Einmündung des Aalbeks in die Stör 10 Bauernfamilien niedergelassen, von denen zwei durch die Pest am Ende des Mittelalters ausgelöscht wurden. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 1201 in einem -möglicherweise fingierten- Brief des Erzbischofs Hartwig von Bremen an das Chorherrenstift Neumünster, in dem diesem die Verpfändung der Zehnten mehrerer Dörfer durch den Grafen Adolf III. von Holstein bestätigt wird. In den Erdbüchern des Amtes Neumünster von 1606 und 1709 werden 8 Hufner nebst einigen Insten und 3 Kätner aufgeführt. Im Zuge der Aufhebung der Flurgemeinschaft und der Aufteilung der Allmende (Weide, Wald, Wasser) um 1800 erhielten die 8 Hufner je gut 100 ha Acker, Wiesen und Unland zu eigen, zwei der Kätner mit verwandschaftlichen Beziehungen je 50 ha und der dritte um 20 ha. Eine einklassige Schule, die noch bis 1968 bestand, erhielt dass Dorf nach 1700, ebenso eine Hirtenkarte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich ein Dutzend bäuerliche Familien von außerhalb zerstreut auf dem Unland des Außenbereiches an und machten das Gebiet urbar. Daneben fand sich im Dorf auch Handwerk ein: Weber, Schneider, Schuster, Schmied, Zimmermann, Tischler und Bäcker sowie Höker (Kleinhandel). Nachdem 1873 und besonders vor dem ersten Weltkrieg die Hälfte der alten Höfe des Dorfes eingegangen war, entstanden auf ihrem Grund und Boden 10 neue Klein- und Mittelbauerstellen, so dass -nach 5 Höfeteilungen um 1930- seit dieser Zeit 36 Bauernstellen in Ehndorf bestanden. Dazugekommen waren seit der Jahrhundertwende 10 Ackerbürgeranwesen. Diese bäuerliche Struktur des Dorfes änderte sich erst nach dem zweiten Weltkrieg, besonders stark seit den 70er Jahren. Von den 36 Höfen blieben bis zum Jahr 2000 nur 9 erhalten, vornehmlich im Außenbereich. Im alten Dorfkern kam es zu zahlreichen Lückenbebauungen und seit 1970 zu sieben geschlossenen Neubaugebieten, so dass das alte Bauerndorf heute zu einer Landgemeinde geworden ist, in der die meisten Einwohner ihrem Broterwerb außerhalb des Dorfes nachgehen.

Erhalten hat sich aber ein reges Dorfleben in der jetzt gut 500- Seelen-Gemeinde: Feuerwehr, Angelverein, Förderverein Kinderspielplatz, Vogelschießleitung, Altenclub, Sparclub, Gymnastikgruppen und weitere lockere Zusammenschlüsse mehr privaten Charakters wie Kartenclub, Joggergruppe, u.ä.. Auch das politische Leben der kleinen Gemeinde zeigt Mannigfaltigkeit: SPD und AWG machen der CDU ihre jahrzehntelange Vorherrenschaft streitig, vertragen sich mit ihr im gesellschaftlichen Leben aber fast immer gut. Dann sind noch die vielen Geburtstage und Hochzeiten zu erwähnen, die oft im größeren Kreise gefeiert werden.

Nach dem starken Zuzug in den vergangenen 30 Jahren kennt zwar nicht mehr jeder jeden, aber gut nachbarlich leben lässt es sich nach wie vor in Ehndorf, zumal die Gemeinde mit fast allen modernen Errungenschaften wie etwa einer zentralen Wasserver- und entsorgung ausgestattet ist und auch die umgebende Natur mit ihrem weit verzweigten Wegenetz viele Möglichkeiten der Entspannung bietet.

 

Dr. Dieter Ehrenreich

 

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Letzte Änderung: 27.02.2001
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